Heutzutage werden im Rahmen Astrologie sehr viele, teilweise äußerst stark sich voneinander distanzierende Lehren verstanden, die normalerweise stets eine Kombination aus alten Überlieferungen und Vorstellungen aus dem Bereich der Esoterik darstellen. Diese soeben angesprochenen Lehren haben in ihrem inhaltlichen Bestehen wiederholt den selben Anspruch – nämlich jenen, der darin besteht, aus den Positionen und lokalen Befinden von Himmelskörpern, Ereignisse und Geschehnisse auf der Erde interpretieren, deuten bzw. sogar vorhersagen zu können. Darüber hinaus behandeln diese Lehren ebenfalls das Thema, in dem es darum geht, das Schicksal und Charaktereigenschaften von Menschen bestimmen zu können. Mithilfe dieser Bestimmungen und Deutungen von Sternen ist es auch im Rahmen der Astrologie wunderbar möglich, perfekt abgestimmte Liebessprüche oder Zitate Liebe für jeden Liebesmoment zu schreiben. Ebenso junge Paare, die den Hafen der Ehe ansteuern, bedienen sich der Astrologie, um deuten zu können, wie gut die Sterne es mit ihnen meinen. Auch in dieser Hinsicht lassen sich wiederum einzigartige Hochzeitsgedichte, die versuchen, den zukünftigen Weg eines jung vermählten Paares zu konstruieren, verfassen. Als Grundlage dieser Bestimmungen, Deutungen und Vorhersagen gelten in der westlichen Astrologie das allgemeine Horoskop, die zwölf Tierkreiszeichen (umgangssprachlich auch Sternzeichen genannt) und deren Aszendenten, Aspekte der Himmelskörper, d.h. Sonne Mond und Planeten, sowie Häuser, Felder und Fixsterne.
Oft wird die Frage nach den Ursprüngen der westlichen Astrologie gestellt. Diese ist damit zu beantworten, dass die anfängliche Astrologie in ersten und dabei heute noch gültigen Grundzügen im 2. nachchristlichen Jahrhundert vom griechischen Mathematiker, Geographen, Astronom, Astrologen, Musiktheoretiker und Philosophen Claudius Ptolemäus formuliert wurde. Damit liegen die Ursprünge der Astrologie in Babylonien, Assyrien und Ägypten. Eindeutig von der westlichen Astrologie abgrenzbar sind die chinesische, die indische sowie die alt-amerikanische Astrologie, die sich einerseits in ihren Lehren und ihrem Inhalt sowie ihrer Bedeutung andererseits profund von der westlichen Astrologie unterscheiden.
Im Rahmen der Etymologie sei festgehalten, dass die Endung –logie (griech. λόγος, logos, „Lehre“) des Terminus „Astrologie“ meist der Hinweis bzw. die Andeutung auf eine reine Wissenschaft ist. Die Endung –nomie hingegen verweist meist auf eher anwendungsbezogene Bereiche. In diesem Kontext kann auf die naturwissenschaftliche Astronomie genauer eingegangen werden. Diese gilt als historisches Gegenbeispiel, da sie sich nicht nur tatsächlich sondern darüber hinaus auch im begrifflichen Sinne von der nicht-wissenschaftlichen Astrologie abwandte und sich folglich sogar abspaltete.
