Unter einem Planet versteht man einen Himmelskörper, der sich (a) auf einer keplerschen Umlaufbahn um die Sonne bewegt, (b) dessen Masse eine dementsprechende Größe aufweist, sodass sich das Objekt im hydrostatischen Gleichgewicht befindet – und in diesem eine annähernd kugelähnliche Gestalt aufweist – und der (c) in seiner Umlaufbahn eine dominierende Rolle einnimmt, d.h., dass er diesen „Raum“ völlig allein für sich beansprucht und nicht mit anderen Objekten teilen muss.

Weiters sei hier in diesem Zusammenhang angemerkt, dass ein Planet einen entsprechenden Körper bezeichnet, der ausgenommen von der Sonne auch noch einen anderen Stern umkreist. Infolgedessen werden Objekte dieser Art auch unter dem Terminus „Extrasolare Planeten“ oder einfach nur unter jenem der „Exoplaneten“ zusammengefasst. Darüber hinaus existieren zahlreiche weitere Planeten außerhalb der Schwerkraftfelder, welche kurzerhand als „Objekt planetarer Masse“ bzw. „Planemo“ bezeichnet werden.

Im Rahmen der Wortherkunft sei festgehalten, dass der Terminus „Planet“ im Griechischen seine Wurzeln fest verankert hält. Demnach geht „Planet“ auf griechisch πλανήτης (planetes), zu πλανάομαι (planáomai) zurück, was im Deutschen soviel bedeutet wie „umherirren“ bzw. „umherschweifen“. Diese Erklärung bezog sich im Altgriechischen auf eine Herde, die sich über die Weide ausbreitete. Genau aus diesem Grund wurden Planeten in früherer Zeit einfach nur als „Wandelsterne“ bezeichnet, was dem Wortursprung im Sinne von „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“ gleichkommt. Aus diesem Aspekt geht hervor, dass durch das Fehlen der himmelsmechanischen Grundlagen der explizite und prägnante Unterschied zwischen einem Planeten und einem anderen Himmelskörper bis in die frühe Neuzeit nicht erkannt und demnach nicht herausgearbeitet werden konnte. Folglich wurden Sonne, Mond und ebenso Kometen und dem Begriff „Wandelsterne“ zusammengefasst.

Im ursprünglichen geozentrischen Weltbild wurden schlichtweg alle sichtbaren und mit bloßem Auge erkennbaren Himmelserscheinungen als Planeten bezeichnet. Dazu zählen jedoch nur jene, die sich vor dem Hintergrund des Fixsternhimmels bewegen. Diese entdeckten und als „Planeten“ deklarierten Himmelserscheinungen wurden je einem Wochentag zugeordnet: Sonne für Montag, Mond für Dienstag, Mars für Mittwoch, Merkur für Donnerstag, Jupiter für Freitag, Venus für Samstag und Saturn für Sonntag. Nachdem jedoch das sogenannte heliozentrische Weltbild eingeführt wurde, bezog sich die Bezeichnung „Planet“ nur auf diejenigen, die sich wahrhaftig um die Sonne bewegen. Demnach galten Sonne und Mond nicht mehr als Planeten. Stattdessen kam die Erde als gültiger und wahrer Planet hinzu.

Nachdem Hans Lippershey im Jahre 1608 das Fernrohr erfunden hatte, entdeckte William Herschel am 13. März 1781 den siebten Planeten unseres heutigen Sonnensystems, nämlich Uranus, der sich außerhalb der Saturnbahn um die Sonne bewegt.

Am 1. Januar des Jahres 1801 folgte die Entdeckung des Zwergplaneten Ceres durch den italienischen Astronom Giuseppe Piazzi. Ceres umkreist die Sonne zwischen den beiden Planeten Mars und Jupiter und galt damals zur Zeit seiner Entdeckung als achter Planet des Sonnensystems. In den nächsten Jahren folgten weitere Entdeckungen von Objekten, die zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreisen: Juno (1804), Vesta (1807) und Astraea (1845). Mit diesen Erforschungen stieg die Anzahl der Planeten auf zwölf.

Das Jahr 1846 galt als sehr wichtiges Jahr, denn es handelt sich um jenes, in welchem Johann Gottfried Galle am 23. September den 13. Planeten, der Neptun genannt wurde, entdeckte. Neptun umkreist die Sonne außerhalb der Bahn von Uranus.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine neue Definition des Begriffes „Planet“. Demnach gilt folgendes:

Ein Himmelskörper ist ein Planet, wenn er …

  • sich auf einer Bahn befindet, auf der er um die Sonne kreist
  • über eine dementsprechend große Masse verfügt, sodass er durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Gestalt bilden kann und
  • die Umgebung seiner Bahn von anderen Objekten geräumt hat.

Aufgrund der Tatsache, dass der Planet Pluto die Umgebung seiner Bahn von anderen Objekten nicht bereinigt bzw. gesäubert hat, gilt er nur als ein Zwergplanet – gleichermaßen wie Ceres und Eris. Für Planeten und Zwergplaneten, welche sich jenseits der Neptunbahn befinden, wollte man die Bezeichnung „Plutonen“ durchsetzen, deren Prototyp kein anderer Planet als Pluto selbst gewesen wäre. Da jedoch in der Geologie der gleich lautende Fachterminus „Pluton“ schon lange Usus ist und sich in dieser Materie verfestigt hat, kam in es im Rahmen dieser Namensgebung zu keiner Übereinkunft.

Die Planeten unseres Sonnensystems:

Erdähnliche Planeten Gasplaneten
Merkur Venus Erde Mars Jupiter Saturn Uranus Neptun
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75px-Mars_symbol.svg 50px-Jupiter_symbol.svg 50px-Saturn_symbol.svg 50px-Uranus_symbol.svg 50px-Neptune_symbol.svg